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Projekte: Natura 2000-Touren: Wanderungen: Am Filzteich bei Schneeberg

Beschreibung der Wanderung

Wir beginnen unsere Wanderung am Schwalbener Flügel direkt an der B 169 und gehen nach links über eine Betonstraße. Nach wenigen Metern erreichen wir einen ehemaligen Schießplatz, der jetzt zum FFH-Gebiet gehört. Sehr gut ist hier die sehr schnell voranschreitende natürliche Bewaldung zu beobachten. Vor wenigen Jahren noch Offenland mit wenigen Bäumen hat man jetzt schon eher den Eindruck von Wald. Wahrscheinlich werden wir uns an den artenreichen, bunten Offenlandbereichen nur noch wenige Jahre erfreuen können. An der zweiten Abzweigung gehen wir nach rechts und dann eine längere Strecke geradeaus. Wir sehen dann rechts den Filzteich, den ältesten Stausee Sachsens, durch die Bäume schimmern. Sein hinterer Teil ist Flächennaturdenkmal, sein vorderer Teil wird als Badesee genutzt. Danach kommen wir an eine Wegkreuzung, an der wir nach rechts gehen. Es geht geradeaus durch den Wald. Am Waldende gehen wir nach rechts und halten uns an den Wanderweg mit dem blauen waagerechten Strich, auf dem wir nach kurzer Zeit auf den Bergbaulehrpfad Schneeberg-Neustädtel (grüner Schrägstrich) treffen. Hier trennen sich Variante 1 und 2. Bei Variante 1 gehen wir weiter geradeaus, immer am Rand des Filzteiches entlang. Wir treffen auf den Fernwanderweg mit der roten waagerechten Markierung, der uns durch den Wald an unseren Ausgangspunkt zurückführt. Bei Variante 2 gehen wir nach links immer den Lehrpfad entlang und treffen auf die Halde Daniel und kommen an der sehr schön erhaltenen Häusergruppe der Fundgrube Daniel vorbei. Wir gehen geradeaus weiter und sehen die Neustädtler Haldenlandschaft und im Hintergrund den Ort Schneeberg vor uns liegen. Vor dem Beustschacht, auf dem sich wasserwirtschaftliche Anlagen befinden, gehen wir nach links und sehen nach einiger Zeit linker Hand den Pulverturm, den wir umgehen und damit auf den Weg zur Fundgrube Michaelsmaßen kommen. An der Wegkreuzung dort gehen wir nach rechts und kommen an der Fundgrube Gesellschaft vorbei. An der nächsten Wegkreuzung stoßen wir auf den europäischen Fernwanderweg Eisenach-Budapest (roter Querstrich), dem wir nach rechts folgen und der uns zu unserem Ausgangspunkt zurückführt. Dabei kommen wir an weiteren interessanten Zeugnissen des historischen Bergbaus vorbei und werden durch schöne Ausblicke auf Neustädtel, Schneeberg und den Gleesberg belohnt. Direkt am Filzteich treffen wir wieder auf den Rundweg um den Filzteich.

Beschreibung des FFH-Gebietes

Das Gebiet „Moorgebiet am Filzteich und Stockteich" ist 378 ha groß, ein überwiegend bewaldetes Gebiet mit Relikten eines fast ausgetorften Hochmoores und schützenswerten Moorwäldern. Charakteristisch sind auch die für die Region recht großflächigen Bestände von Zwergstrauchheide. Im Gebiet mit 12 FFH-Lensraumtypen wie Birken- und Fichtenmoorwald, Hochmoore, dystrophe Seen usw. kommen Arten vor wie Rundblättriger Sonnentau, Moosbeere, Trunkelbeere, Kammolch, Kreuzotter und Neunt&oul;ter.

Auenwald

Trockene europäische Heiden

Weitgehend baumfreie, frische bis trockene Zwergstrauchbestände auf saurem Ausgangssubstrat, meist dominiert vom Heidekraut. Oft sind Zwergstrauchheiden sekundär entstanden, z.B. auf entwässerten oder abgetorften Hochmooren, auf Truppenübungsplätzen, im Bereich von freigelassenen Stromleitungstraßen etc. Gefährdet sind die Heiden vor allem durch Aufforstung bzw. die natärliche Entwicklung zum Wald durch Aufgabe der Nutzung (extensive Schaf- oder Rinderbeweidung mit zusätzlicher Entbuschung).

Bergbauhalde

Bergbauhalden

Sehr wertvoll und interessant sind die vielen kleinen Bergbauhalden im Ortsteil Neustädtel, nicht nur als Zeugnis und Überrest des historischen Bergbaus, der die Region in der Vergangenheit maßgeblich geprägt hat, sondern auch aus Naturschutzsicht. In solchen mageren Lebensräumen, die heutzutage in vielen Regionen Europas sehr selten geworden sind, kommen viele gefährdete „Hungerkünstler" wie Golddistel, Thymian, Kleiner Klappertopf und Hain-Augentrost vor.

Eberesche

Die Eberesche

Bei Wanderungen durch das Westerzgebirge kann man ihm häufig begegnen, dem im Volksmund sogenannten „Vugelbeerbaam". Ob am Waldrand, als Allee, als Gruppe vor Bergbauhalden, wie hier an der Fundgrube „Sauschwart", als Solitärbaum oder wo auch immer, gibt er besonders im Herbst zur Beerenreife ein sehr schönes Bild ab und wird sogar in einem erzgebirgischen Volkslied als schönster Baum besungen. Mit bis zu 20m wird er zwar nicht besonders groß, (in höheren Lagen auch strauchförmig) und mit 150 Jahren auch nicht besonders alt, dafür hat er andere Vorzüge. Er ist ein zäher, genügsamer Baum und wird fast mit allen Lebensumständen fertig. Deshalb ist er wie kaum ein anderer Baum in ganz Europa verbreitet, bis weit in den Norden hinauf und in Höhen bis zu 2400 Meter in Tirol. Seine Beeren sind beliebte Vogelnahrung. Im Gegensatz zu uns, die wir dem bitteren Geschmack wenig abgewinnen können, sind die Vögel weniger wählerisch und sorgen so für die Verbreitung der Ebereschensaamen. Allerdings warten auch sie gerne, bis die ersten Fröste die Bitterkeit etwas gemildert haben. Seit einigen Jahren hat bei uns die Eberesche, wie viele andere Rosengewächse auch, vermehrt mit Pilzkrankheiten zu kämpfen, die vielen Bäumen schwer zu schaffen machen.

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Wanderstrecken

1: Bei Stützengrün
2: Am Steinberg bei Zschorlau

3: Am Filzteich bei Schneeberg

4: Im Muldetal bei Aue
5: Rund um Sosa
6: Bei Breitenbrunn
7: Im Tal der Großen Bockau
8: Bei Johanngeorgenstadt
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Streckenvarianten

1: Rundweg um den Filzteich
(ca. 5 km / 2 h)

2: zusätzlich zur Variante 1 Rundweg durch die Neustädtler Haldenlandschaft
(insg. ~ 9 km / 3 h)

Sehenswertes

Zentrum von Schneeberg mit historischem Marktplatz

St. Wolfgangs Kirche

Museum für Erzgebirgische Volkskunst

Gleesberg mit Aussichtsturm

Die Bergstadt Schneeberg

www.schneeberg.de

Der Filzteich

Fundgrube Daniel

Pulverturm

Der Gleesberg